Besser später in Rente – Länger arbeiten hält fit

Besser später in Rente - Länger arbeiten hält fit

Da die Lebenserwartung der Deutschen immer mehr zunimmt, sollen sie auch länger arbeiten. Denn so erhöht sich nicht nur die Länge der Rentenzahlung, sondern auch die Zeit in der Steuerabgaben geleistet werden. Die wenigsten Berufstätigen sind von der Aussicht, später in Rente zu gehen, begeistert. Doch es gibt auch Gründe, die dafür sprechen. So könnte die Gesundheit von einem längeren Berufsleben durchaus profitieren.

Wer später in Rente geht, lebt länger

Die Aussicht auf ein Arbeitsleben über 40 Jahre hinaus klingt erst mal nicht sehr verlockend. Laut einer Studie aus den USA können Arbeitnehmer langfristig gesehen allerdings davon profitieren. Das Sterberisiko verringere sich um elf Prozent, wenn der Eintritt in die Rente mit 66 statt mit 65 Jahren vollzogen wird. Voraussetzung hierfür ist natürlich ein guter Gesundheitszustand. Der Grund für ein längeres Leben könnte in der finanziellen und sozialen Sicherheit begründet sein. Grundlage der amerikanischen Studie waren die Daten von 3000 Personen und Aussagen über ihren Gesundheitszustand. Wichtig war den Forschern die Unterteilung des Rentenbeginns mit 65 oder 66 Jahren. Die Personen wurden in zwei Gruppen unterteilt. Ein Drittel ging aus gesundheitlichen Gründen in Rente und zwei Drittel wegen des Alters. Innerhalb des Zeitraums der Studie verstarben 12 Prozent der gesunden Rentner. Die krankheitsbedingten Sterbefälle waren doppelt so hoch.

Aktivität steigert die Lebenserwartung

Eine entscheidende Rolle bei den Ergebnissen der Studie spielte die Tatsache, dass unter den Rentnern, die ein Jahr länger im Berufsleben standen, deutlich weniger innerhalb des Studienzeitraums starben. Selbst unter den Kranken war die Anzahl derer, die ein Jahr später in Rente gingen, kleiner. Nachdem die Forscher Faktoren, wie Lebensstil, Finanzen und Bildung herausnahmen, die sich auf die Lebenserwartung eines Menschen auswirken können, blieb das Ergebnis dasselbe. Der Vorteil liegt demzufolge in der aktiven Beschäftigung. Die genauen Gründe, warum ein Jahr länger arbeiten so einen großen Unterschied ausmacht, wollen die Forscher noch herausfinden.

Den Ruhestand aktiv gestalten

In Australien gestalten viele Rentner ihre Zeit so, dass ihr Gesundheitszustand sich verbessert. Eine Studie aus Sydney belegte, dass die Menschen nach Beendigung ihres Arbeitslebens viel an der frischen Luft sind und sich wöchentlich mehr bewegen, als es ihnen mit ihrem Job möglich war. Hier wird deutlich, dass nicht unbedingt die Arbeit das Leben verlängert, sondern vielmehr Bewegung und eine gute Lebensweise maßgeblich sind.

Bildquelle: Thinkstock / 450746417 / Fuse / Peter M. Fisher

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