Regional erzeugte Lebensmittel: Daran sind sie zu erkennen

Regional erzeugte Lebensmittel: Daran sind sie zu erkennen

Die Konsumenten denken heute immer umweltbewusster – sie möchten wissen, woher das Fleisch, Obst und Gemüse kommt, das sie in den Warenkorb packen. Besonders die Region rückt bei vielen in den Fokus: Kurze Transportwege und die Unterstützung lokaler Erzeuger sind gute Gründe, Lebensmittel aus der eigenen Gegend zu kaufen.

Mangel an gesetzlichen Regelungen

Regionale Lebensmittel anhand der Beschriftungen klar erkennen ist nicht unmöglich, aber kompliziert. Allgemeinen Aussagen, die auf eine regionale Herkunft hinweisen, ist mit Vorsicht zu begegnen. Eine „Milch aus der Region“ kann zum Beispiel von Kühen stammen, die 500 Kilometer entfernt gemolken worden sind. Problem ist, das es keine klare gesetzliche Regelung für die Kennzeichnung der regionalen Herkunft von Nahrungsmitteln gibt. Bei Bio- und Öko-Produkten gib es dagegen bereits solcherlei Definitionen, und bei Fleisch und Wurst soll frühestens im Herbst 2019 ein dreistufiges, staatliches Tierwohlkennzeichen geben, das verlässlich Auskunft über die Haltung der Tiere gibt.

Lieferkooperationen auf regionaler Ebene gibt es bereits: So hat der Discounter Lidl im Norden Fleisch- und Wurstwaren des Herstellers Schwarz Cranz aus Neu Wulmstorf in seinem Angebot. Die Produkte von Schwarz Cranz zeichnen sich durch traditionelle Herstellungsmethoden, ausgesuchte Gewürze und eine moderne Qualitätssicherung aus.

Kennzeichen, die es jetzt schon gibt

Einzelne Bundesländer haben bereits Logos, die auf eine regionale Herkunft hinweisen. Seit 2014 gibt es das Regionalfenster für Lebensmittel, das vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft ins Leben gerufen wurde. Die auf dem Fenster angegebene Region kann im Individualfall ein Bundesland oder ein Landkreis sein. Die Hauptzutat des Produkts muss ebenfalls aus der angegebenen Region stammen, mindestens zu 51 Prozent des Gesamtgewichts.

Ein weiteres Zeichen ist das Bio-Siegel mit Herkunftsangabe. Das Lebensmittelprodukt muss dann mindestens den EU-Biostandards entsprechen, und die Rohstoffe müssen hundertprozentig aus der Region stammen und dort auch verarbeitet worden sein.

Ein weiterer Hinweis auf die Herstellungsregion ist das freiwillige europäische Gütezeichen. Es kennzeichnet regionale Spezialitäten in drei Stufen: als garantiert traditionelle Spezialität (noch ohne Herkunftsangabe), als geschützte geografische Angabe (ein Verarbeitungsschritt muss in der betreffenden Region stattgefunden haben) und als geschützte Ursprungskennzeichnung (die Erzeugung, Verarbeitung und Herstellung ist in einer bestimmten Region erfolgt).

Beitragsfoto: Pixabay, 1561607, RitaE

 

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