Roboter im Krankenhaus

Digitale Helfer können wertvolle Arbeit leisten. Vor allem Roboter sind gefragt: Sie können in der Corona-Krise eine sinnvolle Unterstützung für das Fachpersonal sein. Laut Prognosen wird die Nachfrage für Transport-Roboter um etwa 18 Prozent jährlich bis zu einem weltweiten Umsatz von rund sieben Milliarden Euro bis Ende 2020 wachsen.

Eine vergleichbare Entwicklung ist im Krankenhaus- und Pflegebereich zu erwarten, die verstärkt auf Digitalisierung und Automatisierung angesichts fehlender Fachkräfte setzen müssen. Verstärkt wird dieser Trend voraussichtlich durch die Folgen der Corona-Pandemie, wie Zukunftsforscher Sven Gabor in einem ARD-Interview betont.

Um Fehlauslieferungen etwa an Patienten zu vermeiden, können Transporte über ein intelligentes Trackingsystem vernetzt und kontrolliert werden. Die RFID (radio-frequency identification) Technologie erlaubt eine genaue Lokalisierung und Identifizierung mittels codierten Chips. So orientiert sich der Roboter an Merkmalen der Umgebung, weicht auftretenden Hindernissen aus und ist personensicher.

Der Roboter organisiert vollautomatisch den Medikamenten- oder Essenstransport und fungiert als Assistenz bei der Erledigung nicht-wertschöpfender, repetitiver Aufgaben. Hierdurch gewinnt das Krankenhaus- und Pflegepersonal wichtige Zeit für ihre Patienten.

Erfolgreich erprobt wurde der Roboter bereits im "Sidra Medical and Research Center" (Katar), wo die Applikation von Krankenschwestern und Ärzten gleichermaßen positiv bewertet wurde. Auch deutsche Krankenhäuser sollen Interesse bekundet haben, heißt es. Sie versprechen sich vom Einsatz des Roboters einen Effekt auf die Arbeitsentlastung ihrer Mitarbeiter und eine Erhöhung der Betreuungsqualität.

Fotocredits: InSystems Automation GmbH
Quelle: GLP wid

(dpa)

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